Arbeitsstelle in der Schweiz

Zürich

Sie haben sich entschlossen, einer beruflichen Tätigkeit in der Schweiz nachzugehen. Doch welche Veränderungen bringt dies mit sich? Nachfolgend möchten wir Sie kurz über die wichtigsten Punkte informieren.

Ein Umzug in die Schweiz ist sowohl mit vielen Vorteilen wie weniger Steuern, höherer Lebensstandard oder auch bessere Fortbildungsmöglichkeiten verbunden als auch mit Nachteilen wie hohe Mieten, längere Arbeitszeiten oder auch hohe Lebenshaltungskosten. Dennoch können Sie davon ausgehen, dass Ihr Lebensstandard in der Schweiz bei einem vergleichbaren Job nicht tiefer ausfallen wird als im Heimatland.

Arbeitsvertrag / Kündigungsschutz

Arbeitszeit - 40 bis 44 Stunden pro Woche sind in der Schweiz üblich – unbezahlte Mehrarbeit auch

Probezeit - Im Normalfall gilt der erste Monat eines Arbeitsverhältnisses als Probezeit. Vertraglich kann die Probezeit ganz wegfallen oder auf 3 Monate ausgedehnt werden.

Kündigungsfristen, falls nichts anderes vereinbart, sind:

  • 7 Tage während der Probezeit
  • 1 Monat im ersten Dienstjahr
  • 2 Monate ab dem zweiten Dienstjahr
  • 3 Monate ab Beginn des zehnten Dienstjahres
  • Kündigungsschutz - gibt es in der Schweiz nicht

Versicherungen / Steuern

Arbeitgeberleistungen - Rentenversicherungspflicht in der Schweiz AHV/IV Zusätzliche betriebliche Rentenversicherungspflicht (Pensionskasse) BVG Unfallversicherungspflicht in der Schweiz für Beruf- und Freizeitunfall UVG Arbeitslosenversicherung in der Schweiz ALV

Arbeitnehmerleistungen - Krankenversicherungspflicht in der Schweiz KVG Kfz-, Hausrat-, Haftpflicht-, Rechtsschutzversicherung etc. in der Schweiz

Riesterrente ohne deutschen Wohnsitz nicht möglich

Quellensteuer auf Einkommen – Ansatz je nach Kanton verschieden

Aufenthaltsbewilligung

Seit dem Inkrafttreten des Freizügigkeitsabkommens gibt es keine Kontingente mehr für Aufent-haltsbewilligungen von Staatsangehörigen der EU-15/EFTA. Eine Bewilligung wird zur Ausübung ei-ner Erwerbstätigkeit noch benötigt, aber erst nach Unterzeichnung des Arbeitsvertrages eingeholt.

Geschäftskultur

In der Schweiz wird das Rechtsprinzip nach „Treu und Glauben“ sehr hochgehalten. Das bedeutet, dass Vereinbarungen auch mündlich geschlossen werden können und im Zweifelsfalle sinngemäss gelten. Im Umkehrschluss kann ohne Vereinbarung kaum eine Verpflichtung entstehen, so dass bei der Interpretation von Verträgen oder Gesetzen häufig die Ortsüblichkeit massgebend ist. Als Beispiel ist die Spesenvergütung bei Vorstellungsgesprächen nicht üblich.

Auf folgenden Seiten können weitere Informationen eingeholt werden. Bei Unklarheiten stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit gerne zur Verfügung.

www.bfm.admin.ch - offizielle Seite des Bundesamt für Migration

www.comparis.ch/immigration - unabhängige Informationsplattform mit wertvollen Ratschlägen